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Betzavta

Wie wir Konflikte im Alltag demokratisch lösen

Die Art und Weise, wie mit Konflikten umgegangen wird, entscheidet über den demokratischen Charakter einer Gesellschaft.
Wird die Freiheit der einzelnen Menschen dabei durch Kompromisse, Mehrheitsentscheidungen eingeschränkt und durch Gewalt verletzt, oder werden Lösungen gesucht, die sich am Prinzip der größtmöglichen Freiheit für alle orientieren?

Was passiert eigentlich, wenn sich zwei Menschen oder eine Gruppe von Menschen einigen müssen? Im Berufsleben, in der Schulklasse, im Verein... Welche Regeln werden beim Miteinander aufgestellt? Wer stellt sie auf? Wie entstehen sie? Welche Ideen gibt es in Gruppen, warum werden manche gehört und manche nicht? Wie werden Alpha-Tiere zu Alpha-Tieren? Und wieso lassen die anderen sie machen? Wie entstehen Mehrheiten in Gruppen und warum sind Minderheiten häufig unzufrieden?

Welche Bedürfnisse habe ich in meiner Klasse, in meinem Team, in meiner Partnerschaft? Wie schaffe ich es, das diese auch Berücksichtigung finden? Welche Regeln sollen gelten, in meiner Klasse, in meinem Tem, in meiner Partnerschaft? Wie ist es möglich, dass sie auch eingehalten werden? Wer trägt die Verantwortung dafür?

Wann erleben Menschen Entscheidungen als fair, wann als unfair?
Wie kann ich Konflikte positiv für die Weiterentwicklung nutzen?

Wie wirkt Betzavta

Jeder Mensch hat den Wunsch, nach seinen eigenen Werten, Normen und Bedürfnissen leben zu können. Heutzutage sind die Wahlmöglichkeiten der Lebensstile sowie die Pluralität der Lebensformen um ein Vielfaches zahlreicher als früher. Nicht nur bei jungen Leuten steht Individualität ganz oben auf der Agenda. Dies erfordert nicht nur die Fähigkeit die eigene Identität bestimmen zu können, sondern auch ein hohes Maß an Toleranz im Umgang mit unterschiedlichen Lebensentwürfen und Meinungen. Konflikte mit anderen Menschen bleiben nicht aus. Doch entscheidend ist nicht der Konflikt, sondern wie wir damit umgehen. Im Umgang mit Minderheiten, Problemen und Konflikten lässt sich immer auch der Wert und der demokratische Charakter einer Gesellschaft erkennen und hängt ganz wesentlich von den individuellen Kompetenzen der Menschen ab.

  • Wo liegen die Vor- und Nachteile eines demokratischen Systems?
  • Ist es möglich Konflikte so zu lösen, dass sie von allen Beteiligten als Gewinn empfunden werden können?
  • Sind Mehrheitsentscheidungen immer sinnvoll?

Das Konzept Betzavta bietet einen Rahmen über bisherige Entscheidungverfahren und Konfliktlösungen nachzudenken. Dabei wird die Möglichkeit eröffnet, neue kreative Wege auszuprobieren, Lösungen zu finden, die ein Maximum an Freiheit für alle beinhalten.
Demokratie ist nicht nur eine Staats- oder Gesellschaftsform, sondern in erster Linie eine Lebensform.
Somit beginnt Demokratie immer zuerst in unserem Alltag, im Umgang mit unserer Familie, unseren Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen.
Betzavta-Übungen implizieren spielerisch Konflikte oder Dilemmata in eine Gruppe, von der sie dann bearbeitet werden. Ausgehend von diesen interaktiven Übungen begeben sich die Teilnehmenden in fiktive Situationen, die familiäre, gruppenspezifische oder gesellschaftliche Konflikte widerspiegeln. Nach einer Übung wird das Verhalten der Teilnehmenden in einer Reflexionsrunde von dem Leitungsteam mittels gezielter Fragen aufgenommen und transparent gemacht. Ohne Beurteilung oder Bewertung lernen die Teilnehmenden dabei ihre Einstellungen, Werte und ihr Verhalten kennen und lernen es in Frage zu stellen. Dabei können Teilnehmer/innen erkennen, dass andere Menschen aufgrund ihrer Bedürfnisse oder Kultur oft anders handeln. Dies kann Gruppendynamiken aufbrechen und Türen öffnen. Durch die Auseinandersetzung mit einem Demokratieverständnis, das allen Menschen das prinzipiell gleiche Recht auf Freiheit gewährt, werden Kompetenzen im Umgang mit dem Verhältnis von Mehrheiten und Minderheiten, Konflikten und Alltagsproblemen geschult. Betzavta-Übungen können somit im Konflikt-Management und im Interkulturellen Lernen, in der Schule, politischen Bildung und Jugendarbeit, in Kollegien, Aus- und Fortbildungs-Gruppen und Teams sowie überall im Alltag eingesetzt werden.

Wie wirkt Betzavta in der Schule?

Das Demokratieprogramm Betzavta kann Prozesse und Konflikte in den Klassen begleiten. Die Übungen sind ein Spiegel der Klasse und zeigen versteckte Konflikte und unvorteilhafte Muster der Zusammenarbeit und Konfliktbewältigung. Die schulischen Erfahrungswerte von Betzavta sind durchweg positiv und fördern die Schüler/innen in einem sozialen Umgang miteinander, in ihren demokratischen Kompetenzen wie auch in der bewussten Entfaltung ihrer Mündigkeit. Auch die Klasse als Gruppe wird durch die Bezavta Übungen gestärkt, eine andere Art der Zusammenarbeit kann so ermöglicht werden.

Betzavta in interreligiösen Gruppen

Die Anerkennung des gleichen Rechts des anderen auf freie Entfaltung ist eine Haltung, die sowohl dem Weiterkommen des Individuums als auch der Gemeinschaft dient.
Bei interreligiösen Konflikten entsteht oft der Eindruck, das Gefühl, dass es nur Gewinner und Verlierer gibt. Dass Entscheidungen auf der Basis "Entweder / Oder" getroffen werden müssen, bei der die freie Entfaltung des Anderen eine Einschränkung der eigenen Freiheit zwangsläufig nach sich zieht. Ziel in diesen interreligiösen Gruppen muss es daher sein, die Anerkennung als generelles Ziel zu erarbeiten - unabhängig von der Tatsache, ob es sich dabei um das eigene Recht, oder das Recht des Andern handelt.



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